Warum ist eine hochabsorbierende Decke in den meisten Fällen sinnvoll?

Im Themenheft “Raum hören” von Hochparterre gibt der renommierte Akustiker Clemens Kuhn-Rahloff ein Interview zu guter Raumakustik und zur neuen SIA-Norm (Hier geht es zum Artikel). Auf der Seite 7 steht eine Aussage, die hängen bleibt:

— “…Massnahmen, die in den meisten Fällen sinnvoll sind…”

“… es gibt drei klassische Massnahmen, die in den meisten Fällen sinnvoll sind: ein Grundgeräusch, Stellwände und eine hochabsorbierende Decke.”

Wieso wirken diese drei Massnahmen?

Ein leises Grundgeräusch sorgt dafür, dass Sprache bei einer gewissen Distanz weniger verständlich ist. Das unbewusste Mithören nimmt ab – also genau das, was in Büros und offenen Zonen oft ablenkt.

Stellwände unterbrechen die direkte Schallausbreitung. Das wirkt aber nur zusammen mit einer hochabsorbierenden Decke. Bleibt die Decke hart (Gips, Beton usw.), trägt sie den Schall über weite Distanzen weiter und die Stellwände sind akustisch nur begrenzt wirksam.

Was macht eine hochabsorbierende Decke so effektiv?

Vor allem ihrer Fläche und ihre Position. Die Deckenfläche ist im Verhältnis zum Raumvolumen gross und ergibt damit eine relevante Absorptionsfläche. Zudem liegt die Decke dort, wo ein grosser Teil der Schallenergie ankommt und sich sonst im Raum verteilt. Entsprechend stark ist ihr Einfluss auf die Verständlichkeit.

Damit wird klar: Eine hochabsorbierende Decke legt die Grundlage für die Verständlichkeit im Raum.

Dies legt nahe: Eine hochabsorbierende Decke ist die naheliegende Lösung, um die neue SIA-Norm 181/1 für Raumakustik zu erfüllen.

Und: Es lohnt sich, hochabsorbierende Decke von Anfang an einzuplanen. Stellwände und ein Hintergrundgeräusch lassen sich später situativ einsetzen.


Zum Schluss kurze Werbung in eigener Sache: Hochabsorbierende Decken sind unser Schwerpunkt. Wir setzen auf fugenlose, spritzapplizierte Zellulose. Das lässt gestalterisch alle Freiheiten und lässt sich schnell umsetzen. Je nach Raum und gewünschter Wirkung wählen wir unterschiedliche Oberflächen – von groben bis zu feinen Flocken. Unsere Produkte sind zudem nachhaltig, schadstofffrei und schwer entflammbar.


Das Hochparterre Themenheft «Raum hören» kann als Printausgabe kostenlos bestellt oder als E-Paper gelesen werden.


 

Jonathan Möller

Als fast gehörlose Person weiss der Autor, wie entscheidend Raumakustik für einen guten Raum und für gute Gespräche ist.

jonathan@kustik.com

 
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Infografik: Vorteile von Zellulosespritz (und von KI)

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Hochparterre: Fünf Perspektiven auf gute Akustik